„for real bro“ – Wenn Jugendliche merken, dass ihr Schutzraum wackelt
- oliviaschwarz6
- vor 17 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
„Wir brauchen dringend Hilfe.“

Dieses Plakat hing bei uns im Projektraum. Einer unserer Teilnehmer blieb stehen, las den Satz, nahm einen Stift und schrieb auf einen kleinen Zettel da drüber:
„for real bro“
Wir mussten kurz lächeln. Und gleichzeitig hat es uns getroffen. Denn ja: for real. Es ist wirklich ernst.
Was hinter diesem Moment steckt
Unsere Jugendlichen merken sehr genau, wenn etwas nicht stimmt. Viele von ihnen haben in ihrem Leben schon erlebt, wie wichtige Dinge plötzlich wegbrechen: Beziehungen, Unterstützung, Stabilität, Perspektiven.
START ist für sie ein Gegenentwurf dazu. Ein Ort, der bleibt. Ein Ort mit verlässlichen Bezugspersonen. Ein Ort, an dem sie lernen dürfen, scheitern dürfen, neu anfangen dürfen.
Hier holen junge Menschen Schulabschlüsse nach. Hier lernen sie, ihren Alltag zu strukturieren. Hier entdecken sie, was sie können. Hier entsteht langsam so etwas wie Zukunft.
Und genau dieser Ort ist gerade nicht sicher.
Ein großer Teil der Finanzierung fehlt
Für das kommende Jahr ist ein erheblicher Teil unserer Finanzierung noch nicht gedeckt. Das bedeutet: Wir wissen aktuell nicht, ob und wie wir START in der bisherigen Form weiterführen können.
Für Außenstehende klingt das vielleicht nach einem organisatorischen Problem. Für unsere Jugendlichen bedeutet es etwas anderes:
Wieder ein Ort weniger, an dem sie willkommen sind
Wieder weniger feste Ansprechpersonen
Wieder mehr Unsicherheit in ohnehin unsicheren Lebenslagen
Beziehungsarbeit, Vertrauen und persönliche Entwicklung brauchen vor allem eines: Zeit und Verlässlichkeit. Genau das gerät ins Wanken, wenn Finanzierung Jahr für Jahr neu erkämpft werden muss.
Warum wir das öffentlich machen
Es fällt nicht leicht, so offen um Hilfe zu bitten. Aber START lebt schon immer auch von Menschen, die von außen sagen: Diese Arbeit ist wichtig. Diese Jugendlichen dürfen nicht vergessen werden.
Wir arbeiten weiter an langfristigen Lösungen und kämpfen für eine kontinuierliche, sichere Finanzierung. Doch im Moment sind wir zusätzlich auf Unterstützung angewiesen – von Menschen, die mittragen, mitfühlen und mithelfen.
Was jetzt hilft
Wenn du dich fragst, was du tun kannst, hier sind konkrete Möglichkeiten:
💛 Spenden. Jeder Beitrag hilft, Planungssicherheit zu schaffen und START als verlässlichen Ort zu erhalten.
📢 Öffentlichkeit schaffen. Teile unsere Beiträge, erzähle anderen von START, sprich über die Situation. Reichweite bedeutet Sichtbarkeit – und Sichtbarkeit bedeutet Chancen.
🤝 Kontakte vermitteln. Kennst du Menschen, Stiftungen, Unternehmen oder Initiativen, die sich für junge Menschen in schwierigen Lebenslagen engagieren? Bring uns gern in Kontakt.







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